Gute Vorsätze

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Der Jahreswechsel ist vollzogen, und viele Menschen arbeiten nun an ihren guten Vorsätzen. Tatsächlich handelt es sich hierbei meist um persönliche Veränderungen zum Besseren, wie beispielsweise mehr Sport, gesündere Ernährung oder mehr Zeit für die Familie und Freunde. Da Veränderungen nicht immer so einfach umzusetzen sind, fällt die historische Erfolgsbilanz bei den meisten Menschen ernüchternd aus. Wohl demjenigen, bei dem es gar nicht so viel zu ändern gibt! Sowohl die globale Konjunktur als auch die Märkte können auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Hier lautet der Vorsatz: „Richtung beibehalten ohne abrupte Anpassungen“. Und dies scheint gelungen zu sein.

 

In der Tat, der Start ins Jahr ist geglückt. Die bislang gemeldeten Konjunkturdaten sind kräftig, sodass nach wie vor von der Volkswirtezunft eher Aufwärtsrevisionen zu erwarten sind. Auch die Märkte starteten freundlich ins Jahr 2018, an den Börsen kletterten die Kurse. Die wieder geöffnete Neuemissionspipeline wurde von den Rentenmärkten insgesamt gut aufgenommen. Kurz: Es läuft zunächst entsprechend den guten Vorsätzen weiter.

 

Unbeschadet dieser Entwicklungen halten wir an der Einschätzung fest, dass es für die Märkte demnächst zumindest etwas ruppiger werden wird. Auch wenn die grundsätzlichen makroökonomischen Trends halten, ändern sich die Einflüsse der Notenbanken auf die Märkte sukzessive. Deren Bilanzen schwellen nicht mehr an, sondern werden absehbar reduziert. Die amerikanische Notenbank Fed ist hier Vorreiterin, wie auch bei den Zinserhöhungen, die sie in diesem Jahr Schritt für Schritt fortsetzen wird. Der Übergang von uneingeschränkt unterstützender Geldpolitik zur Normalisierung der monetären Verhältnisse wird aller Voraussicht nach nicht ganz reibungslos und mithin volatiler erfolgen.

 

Dazu passend richtet sich aktuell das Augenmerk auf die ansteigenden Inflationserwartungen. Im Zuge des jüngsten Rohölpreisanstiegs könnte dies ein kurzzeitiger Auslöser für Schwankungen am Rentenmarkt werden. Der zugrundeliegende Inflationstrend sollte indes nach wie vor nur allmählich in die nicht zuletzt von der Europäischen Zentralbank gewünschte Region von zwei Prozent weisen. Vor diesem Hintergrund sehen wir weiterhin begrenzte Renditeanstiege bei Bundesanleihen. Es spricht viel dafür, dass die makroökonomischen Vorsätze für 2018 halten, der Aufschwung sich verlängert, die Unternehmensgewinne hinreichend sprudeln und sich mithin risikobehaftete Anlageklassen wieder einmal im Wertpapierportfolio als vorteilhaft erweisen dürften.

 

(Quelle: DekaBank, November 2017)

 

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